ALLGEMEIN, LIFESTYLE

Über Vorsätze und unsere Kommunikation

7. Januar 2017
Quatsch machen im neuen Jahr

Frohes neues Jahr ihr Lieben! Es ist zwar schon der 07. Januar und die Zeit, um sich ein frohes Neues zu wünschen ist dann doch irgendwie schon vorbei, aber das ist mein erster Blogpost im neuen Jahr und ich wollte es dann doch noch mal offiziell zu euch sagen! 😉 Das neue Jahr ist die Zeit der Vorsätze, der Neuanfänge, jeder startet irgendwie mit einer neuen weißen Weste. Die Klassiker der Vorsätze ist weniger ungesundes Essen, mehr Sport, besser aufs Geld achten, Zeit für sich nehmen. Es ist ja doch immer das Selbe. Das mit dem Sport will ich ja gar nicht verneinen, dass auch ich mich regelmäßiger bewegen könnte, ist mir schon eine Weile im Hinterkopf, aber darum habe ich damit auch gleich nach den Weihnachtsfeiertagen angefangen und nicht erst bis zum neuen Jahr gewartet – wozu auch? Solche Vorsätze kann man sehr wohl auch einfach mal so starten, dafür braucht es kein neues Jahr!

Ich habe mich mit diesen Vorsätzen ein bisschen beschäftigt, wenn es schon in allerlei Munde ist und man auch quasi jeden zweiten Tag, wenn auch nur halb ernst gemeint, nach seinen Vorsätzen gefragt wird, sollte man doch vielleicht eine Antwort parat haben. Und ich bin da nicht die Person die einfach sagt „Vorsätze?! Die hab‘ ich nicht!“

Also habe ich das letzte Jahr Revue passieren lassen. Was ich mochte, was mich gestört hat, ob an mir selbst oder in meinem Verhalten und auch dem, was ich in meinem Umfeld wahrnehme. Als kleine Listenschreiberin und Organisationsliebhaber dachte ich dann direkt daran zu sagen, ich könne mich doch im nächsten Jahr mal ein bisschen weniger ernst nehmen. Mal mehr Quatsch machen, nicht immer die sein, die ans Aufräumen denkt, an den Tag nach der Party oder wie viel noch auf der To Do steht. Vielleicht die To Do Liste nicht ganz so voll kritzeln und es langsamer angehen lassen. Ein bisschen mehr treiben lassen und das Leben Leben sein lassen. Das klingt doch eigentlich ganz gut. Ein positiver Gedanke zum neuen Jahr. Aber je mehr ich über dieses ganze „Das Leben nicht zu ernst nehmen“-Thema nachdenke, merke ich, dass es genau das ist, was ich eben nicht machen möchte. Ich liebe meine Listen nun mal. Ich mag es, viel beschäftigt zu sein. Einfach so von Tag zu Tag leben ohne Plan – das klappt bei mir nicht. Ich will gerne wissen, was morgen ist und übermorgen und am liebsten auch schon am Wochenende in 2 Wochen. Ich mag diese Struktur und auch wenn für sowas manchmal einen kleinen Seitenhieb von meinen Freunden bekomme: ich solle doch mich und alles nicht immer so ernst nehmen – dieses Ernstnehmen ist in mir auch irgendwie mit „wichtig nehmen“ verknüpft. Ich nehme meine Zeit für sehr wichtig, nicht nur weil es „meine“ Zeit ist, sondern ich die Zeit, die wir haben, generell als wichtig erachte. Der schöne Spruch „Zeit ist, was du daraus machst.“ kommt mir da immer in den Kopf. Wir haben so viele Optionen und Möglichkeiten unsere Zeit zu verbringen, da sollte man sie auch für wichtig nehmen. Und wie unsere Eltern früher immer gesagt haben „die Zeit vergeht wie im Flug“, oh ja da bin auch ich mittlerweile an dem Punkt angekommen dies voll und ganz zu unterschreiben.

Und genau da komme ich (wenn ich nun auch schon viel geredet habe) zu dem Punkt, der mich im letzten Jahr besonders gestört hat und ich ab und an auch bei mir festgestellt habe – dass unsere Generation das Wichtig-Nehmen ein bisschen aus den Augen verloren hat. Gerade das Wichtig-Nehmen von Terminen, von sich melden und sich Zeit nehmen.

Wie oft habt ihr schon jemanden per WhatsApp oder SMS gefragt, gemeinsam Zeit zu verbringen. Sei es einen Kaffee trinken, ausgehen, Essen o.Ä. – eine kleine kurze Nachricht, so schnell geschickt. Die Antwort könnte ja auch in 2 kurzen Sätzen gesendet sein. Aber viel zu oft ist dieses Festlegen, das verbindlich Zusagen schon zu viel und entweder es wird mal wieder ein Last Minute Ding, oder im schlimmsten Fall vergeht der angesetzte Termin ohne eine Meldung. Heute, wo alle so viel zu tun haben, dank Facebook und WhatsApp quasi mit 20 Personen gleichzeitig in Kontakt sein können, wird es gefühlt irgendwie schwieriger, sich verbindlich zu einem Termin, der auch noch mehr als 4 Tage im Voraus ist, festzulegen.

Darum appelliere ich im neuen Jahr als Vorsatz an mich selbst und auch gerne an alle Menschen in meinem Umfeld zu mehr wichtig nehmen! Von Terminen, von Freunden, von sich melden und festlegen. Ich habe mir da selbst an die eigene Nase gefasst und hoffe, dass das nun alles ein bisschen besser klappt, denn ich finde es ist schon fast eine Seltenheit jemanden zu kennen, bei dem man sich 100% sicher sein kann, dass er immer auftaucht, wenn er mal zugesagt hat.

Und ein bisschen Quatsch machen kann man ja trotzdem 😉

Ich bin gespannt, was eure Vorsätze sind, was ihr von meinen haltet und wie es bei euch so mit dem Festlegen und sich Melden so klappt!

Liebst, Jacqueline

Vorsätze Quatsch Machen ernst nehmen Vorsätze Quatsch Machen ernst nehmen 2Glasses: Ace  &  Tate
Shirt: Selected Femme via Bestseller

Danke an Jannika für die tollen Bilder in ihrem neuen Studio <3

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5 Comments

  • Reply die_alessa 7. Januar 2017 at 14:00

    Liebe Jacqueline,
    deinen Post kann ich so unterschreiben!!
    Ich plane auch sehr gerne im Voraus, was ja nicht ausschließt, dass auch noch spontane Aktionen Platz finden können.
    Genau der Punkt mit dem ,,Wichtig nehmen“ ist mir auch immer mehr aufgefallen im Laufe des vergangenen Jahres. Es ist leider bei immer mehr Leuten so, dass sie die Termine nicht einhalten, weil ,,so viel“ zutun ist oder so simple Verabredungs-Nachrichten ewig auf Beantwortung warten. Natürlich ist jeder beschäftigt, aber dieses Problem gab es doch vor langer Zeit noch nicht. Da fragt man sich, ob Treffen an Bedeutung verloren haben, weil man Dank Facebook und whatsapp immer und ständig in Kontakt sein könnte.. Ich weiß es nicht, aber auch ich hoffe, dass sich das dieses Jahr wieder ändert und auch ich werde mir selbst an die eigene Nase fassen, wenn ich merke, dass ich in eine Situation schlittere, in der ich mich nicht richtig festlege ?
    Ich wünsche dir nur das Beste für 2017 und mach weiter so mit deinem Blog ?

    Liebste Grüße,
    die_alessa

    • Reply jacqueline isabelle 7. Januar 2017 at 14:11

      Alessa, tausend Dank für deine lieben Worte und auch deine Gedanken zu diesem Thema! :) Ich hoffe einfach, dass sich ein paar Menschen nun im kommenden Jahr ein paar Gedanken zu dem Thema machen, oder einfach wieder den persönlichen Kontakt vor Facebook und Co. stellen! Dann bin ich guter Dinge, dass es besser wird 😉
      Auch für dich ein tolles 2017!! <3
      Liebst, Jacqueline

  • Reply Maren 7. Januar 2017 at 15:17

    Hach Jacqueline, so bist du halt einfach und genau so mögen wir dich!!! :-)
    Dieses ständige „sich-selbst-optimieren“ kann nämlich wie du sagst auch ganz schön in die Hose gehen – lieber sich akzeptieren wie man ist und tickt, und so dann mit all seinen Macken das Leben genießen! Ich stimme dir voll und ganz zu! <3

  • Reply Carrie 9. Januar 2017 at 7:34

    großartiger Beitrag, happy new Year
    http://carrieslifestyle.com

  • Reply Bina 11. Januar 2017 at 20:15

    Ich finde deine Gedanken zum Neuen Jahr total spannend. Und ich kann verstehen, dass du an deiner Struktur festhalten möchtest, wo die meisten sich das doch gerade als guten Vorsatz nehmen. Und das mit der Verbindlichkeit bei Verabredungen finde ich super wichtig. Dabei geht es schliesslich auch um Wertschätzung dem anderen gegenüber. Ich versuche auch, zum Neuen Jahr ein paar Dinge zu ändern. Ein paar Gedanken habe ich mir schon gemacht, aber ich werde das auch noch mal ausformulieren müssen.
    Hab noch eine schöne Woche.
    Liebst, Bina
    stryleTZ

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